Akademischer Werdegang

Ein Blick auf meinen akademischen und beruflichen Werdegang: Die Stationen umfassen Ausbildung, berufliche Tätigkeiten, Forschungsaktivitäten sowie weitere Engagements.

Internationales

Meine wissenschaftliche Arbeit ist geprägt durch zahlreiche internationale Kooperationen, Forschungsaufenthalte und die aktive Vernetzung in Fachverbänden. Der Austausch mit Kolleg*innn weltweit erweitert Perspektiven und fördert interdisziplinäre Zusammenarbeit.

The Venice Multidisciplinary World Conference on Republics and Republicanism, VIU Venedig: seit 2025 bin ich Mitglied im Advisory Committee und plane mit den Kollegen Luca Pes (VIU), Dario Castiglione (Exeter), Sara De Vido (Ca'Foscari), Oleg Kharkhordin (EUSP), Banu Turnaoğlu (Sabanci e Cambridge) die 5. internationale Konferenz an der VIU in Venedig.

CTN (Constitutional Theory Group), das CTN ist ein Netzwerk von internationalen Kolleg*innen aus dem öffentlichen Recht. Wir halten Jahrestagungen (Lissabon, Paris, Lyon) zu aktuellen Themen aus dem öffentlichen Recht ab. Hier werden derzeitige Probleme vor dem jeweiligen nationalen Hintergrund und im Vergleich, sowie abstrakt-theoretisch bearbeitet. Als Mitglied im Executive Committee bin ich zum einen für die weitere Institutionalisierung des Netzwerkes und zum anderen für die aktuelle gemeinsame Arbeit (Jahrestagungen) zusammen mit Prof. Dr. Pierre Brunet (Paris), Prof. Dr. Eleonora Bottini (Caen), Dr. Luís Pereira Coutinho (Lissabon), Dr. Chiara Valentini (Bologna) zuständig. Aktuell organisieren wir die nächste Tagung zum Thema “Separation of Power” in Toulouse im Mai 2026.

Ich pflege verschiedene Forschungskontakte zu italienischen Universitäten: Dr. Giulia Battistoni (Università di Verona), Prof.Dr. Sergio Dellavalle (Università di Torino), Prof. Dr. Angela Condello (Università di Messina), Dr. Robert Simon (Università di Bolzano). Der nächste Forschungsaufenthalt ist geplant an der Unversità di Padova bei Prof. Dr. Stefano Fuselli.

Als Präsidentin von SAFI (SOCIETAS APERTA FEMINARUM IN IURIS THEORIA) leite ich mit Dr. Kristin Albrecht und Dr. Giulia Battistoni das internationale Netzwerk und koordiniere und organisiere internationale Fachtagungen (Amsterdam, Glasgow, Paris, Verona, Hamburg, Berlin).

An der Freien Universität Bozen, nehme ich Vertragsprofessuren (WiSe 2026/27) und Lehraufträge wahr (SoSe 2023). 2023 habe ich im September einen Forschungsaufenthalt am EUPHUR, Freie Universität Bozen durchgeführt. Hier habe ich insbesondere mit Dr. Robert Simon gemeinsame Forschungsarbeiten zum Thema „Ökologische Gewalt“ geleistet.

Von 2011 bis 2012 war ich Visiting Researcher, Georgetown University, bei Prof. Dr. Terry Pinkard am Department of Philosophy in Washington, D.C.. Hier konnte ich vertiefend forschen zu ethischen Grundfragen, insbesondere Menschenwürde und –rechte, der Aufklärung, der modernen Sprachphilosophie sowie dem deutschen Idealismus.

Triple-Methode ©

Die Triple-Methode beschreibt ein innovatives Format transdisziplinären Arbeitens, nach der über angeleitete interdisziplinäre Verständigungsprozesse neue Begriffe und Konzepte begründet werden können. Diese wissenschaftlichen Ergebnisse haben die disziplinäre Engführung überwunden und können als methodologische Eckpfeiler Wirksamkeit erlangen. Ebenso werden sie als Spiegelungsfläche in den verschiedenen Disziplinen operationalisiert und führen zu neuen vertieften Forschungsprozessen.  Die T-Methode bringt dabei Transdisziplinarität als ein Hauptanliegen modernen wissenschaftlichen Arbeitens gezielt zum Erfolg. Dieses innovative Format gewährleistet eine mehrstufig angelegte Reflexion der eigenen disziplinären Position wie auch des eigenen interkulturellen Hintergrundes. So wird es möglich, gezielt die Erkenntnisse aus den verschiedenen Fachdisziplinen zu vernetzen und von neuem fruchtbar zu machen.

Die T-Methode ist in folgende drei Phasen unterteilt:

               1. Inputphase

               2. Dialogphase

               3. Synthesephase

1. Inputphase

In der ersten Phase werden den Teilnehmenden die gleichen zu beantwortenden Forschungsfragen gestellt. Dieses Fragencluster wird von den Teilnehmenden zunächst aus ihrer disziplinären Perspektive und vor ihrem kulturellen und generationellen Hintergrund beantwortet. Dabei werden die eigenen Methoden und Aussagen reflektiert zum Ausdruck gebracht. Zum einen wird dabei die klassische erklärende Form eines Vortrags genutzt – zum anderen aber sind die Referent*innen dazu angehalten, die vorgelegten Fragen in 3 bis zu max. 5 Sätzen kondensiert zu beantworten. Diese werden für das gesamte Plenum visualisiert.

2. Dialogphase

Das neue Gesprächsformat ist angelehnt an das sokratische Gespräch, demzufolge die Teilnehmenden, die zu einer Themenstellung divergierende Vorverständnisse und Auffassungen mitbringen, in einer kooperativen Argumentation zu gemeinsam geteilten/konträren/kontradiktorischen Erkenntnissen gelangen. Diese Schärferstellung der unterschiedlich aufgefassten Problemlagen im Aufeinandertreffen der Dialogbeiträge bildet die Möglichkeit für weitergehende systematisierende Begründungen von neuen explorativen Begriffen und Konzepten. Durch das strukturierte Gespräch der jeweiligen Fragencluster kommt es zu einer Reflexion erster Stufe. Denn durch die medial unterstützte Nebeneinanderstellung der jeweiligen Positionen zu ein und derselben Fragestellung wird ihr spezifischer Gehalt und Kontext für jedermann sichtbar konturiert. In dieser Phase wird die kritische (Selbst)Reflexion interdisziplinäre Auseinandersetzung gepflegt.

3. Synthesephase

Es erfolgt eine angeleitete Synthese, in der die durch Visualisierung und Moderation prägnant nebeneinander gestellten Ergebnisse die Grundlage einer Reflexion zweiter Stufe bilden. In dieser Phase formulieren die Teilnehmenden in ebenso pointierter Art und Weise die erlangten Erkenntnisse durch die erneute Reflexion ihres eigenen Zuganges und die möglichen Schnittstellen gemeinsamer Positionen und Konzepte durch Einbeziehung der Anderen. So führt der intensive Austausch zu erneuten Systematisierungsleistungen, die über die Einbeziehung der interdisziplinären wie interkulturellen und intergenerationellen Zusammenhänge schließlich zu transdisziplinären Ergebnissen führen. Dabei werden die verschiedenen disziplinären Perspektiven als Ressourcen für neue methodologische wie auch thematische Erkenntnisse geschätzt wie ausgewertet.

Diese Form der Kondensierung der gemeinsam geteilten Ergebnisse ist in der Lage, als erneute Forschungs- und Gesprächsgrundlage zum einen hochkomplexe Themen angemessen zu bearbeiten und zum anderen fortschreitend angewandt zu werden. Auf diese Art und Weise wird ein – in interdisziplinären Projekten oft zu beobachtendes – „Aneinander vorbei reden“ überwunden und in eine produktive intensive Kooperation umgewandelt, die schließlich in Entwicklung neuer transdisziplinärer Ansätze praxisrelevanter Problemlösungen einmündet.

Durch das innovative Format kann bei disziplinübergreifenden Fragestellungen methodisches Neuland betreten werden. Vor diesem Hintergrund wird über den Zusammenschluss von Expert*innen zu einem speziellen Teilgebiet hinausgegangen. Vielmehr kann in einer transdisziplinär, aus verschiedenen Forschergenerationen und aus unterschiedlichen Kulturräumen zusammengesetzten Forschungsgruppe grundlagenorientiert gearbeitet werden. So kann auch der Komplexität von grundlegenden Forschungsfragen in angemessener Weise Rechnung getragen werden. Die T-Methode gewährleistet eine systematische transdisziplinäre Erkenntnisgewinnung und reflektiert gleichzeitig ihre eigene Methodologie.